Freitag, 12. Januar 2018

Wolldiät? - Wolldiät!

Als ich zunächst bei Frau Sonnenburg von ihrem Vorhaben las, dieses Jahr nach erfolgreich abgeschlossener Stoffdiät eine Wolldiät zu starten, dachte ich: Uff, muss ich nicht, hab ich schon.

Achte ich doch schon seit mehreren Jahren darauf, nicht zu viele Projekte gleichzeitig auf den Nadeln zu haben und nicht unkontrolliert Wolle anzuhäufen.

Der Plan mit einer Bestandsaufnahme zu beginnen sprach mit trotzdem sehr an, also habe ich eine Bestandsaufnahme gemacht.

Hinter den weißen Türen lagern Schnittmuster und Anleitungen. Also nur 6 Kisten mit Wolle. Für meine Verhältnisse wirklich übersichtliche Mengen...

Schauen wir mal in die Kisten:


Wolle aus der Wollfabrik, aus Oslo, aus Amsterdam und ein Geschenk = 4 Projekte


Uralt Bestände. Eine Jacke für die große Tochter, Wolle aus Dänemark die ergänzt werden muss = 1,5 Projekte


Wolle aus der Wollfabrik, die mal ein Mantel werden sollte. Reste von drei Jacken (gelb, orange und türkis/grau), uralt-Bestand = 4 potentielle Projekte


Die Sommerkiste = 5 Projekte


Die Restekiste. Noch in vertretbarer Menge, finde ich. Die grauen und braunen Merinoreste sind für Handschuhe eingeplant. = 1 kleines Projekt


 Die Sockenwolle. Mindestens 4 Paar Socken(eins schon halbfertig) sowie ein Pullover für den GöGa. Der soll aber an der Strickmaschine entstehen, das ist ja nicht richtig stricken, oder? Den zähle ich mal nicht.... = 3,5 kleine Projekte
 


 Ups.... Schwarzbestand aus dem Kleiderschrank meiner Mutter. Baby Merino für einen Ringelpullover
= 1 Projekt.

Dann zähle ich in diversen Ecken des Hauses noch ein fast vollendetes Tuch und zwei halbfertige Pullover.

Nun ja, zumindest was die Menge an UFOs angeht, bin ich auf Kurs...

Der Plan für dieses Jahr lautet wie folgt: 1 zu 1. Für jedes Projekt das ich aus dem Bestand stricke, darf ich für ein Projekt neue Wolle kaufen.

Und ich will unbedingt die fertig gestellten Teile (und das gilt für Genähtes und Gestricktes) hier auf dem Blog festhalten, ich kann nämlich überhaupt nicht sagen, was und wieviel ich letztes Jahr gestrickt habe.

Also, auf geht's! Und hier geht es zu noch mehr guten Ideen wie der Stash reduziert werden kann.





Stoffdiät 2017 - Die Abrechnung

Ein Jahr Stoffdiät geht zuende: was hat es gebracht?

Ich habe dazu nochmal meinen ersten Post gelesen: Weniger Stoff als Anfang des Jahres wollte ich haben, mehr Ordnung und nur bei echtem Bedarf Stoff kaufen.

Was den Stoffbestand angeht kann ich sagen: geschafft! Mit unglaublichen 298,4 Metern habe ich das Jahr begonnen, der aktuelle Bestand liegt bei 232,5 Metern.

Stoffabgänge in diesem Jahr waren:


Aussortiert,
verschenkt             48,60 m
Vernäht                   46,10 m
Zugeschnitten       14,20 m

Insgesamt             108,85 m

Von diversen Tauschtischen mitgenommen oder gekauft (ich sage nur E***Kleinanzeigen :-( )
habe ich insgesamt 42,95 m, davon 22,75 m im November / Dezember. Was mich da geritten hat kann ich nicht so genau sagen, denn für echten Bedarf war kein einziger dieser Stoffe...
Wahrscheinlich musste ich kompensieren, dass ich wegen umfänglicher Nähzimmer-Renovierung kaum nähen konnte.


Immerhin habe ich jetzt richtig Ordnung und kenne endlich wieder alle Stoffe im Vorrat.


Die Frage, wie ich bei - sagen wir mal - 60 m vernähtem Stoff pro Jahr jemals die Menge nennenswert reduzieren soll, stelle ich mir aktuell einfach nicht. Ganz im Gegenteil genieße ich den Erfolg: ich habe viele schöne Dinge genäht, ich habe Ordnung geschaffen und ich habe mir sehr reduziert Stoff zugelegt (der Dezember bleibt ein einmaliger Ausrutscher, jetzt ist ja fertig renoviert ;-))

Ohne den Ansporn der gemeinschaftlichen Stoffdiät hätte ich nichts davon erreicht, also auf jeden Fall ein großes Dankeschön an alle Mitstreiter und ganz besonders natürlich an Frau Küstensocke!

Ich habe voller Freude gelesen, dass es mit der Stoffdiät weitergeht, bis dahin werde ich über konkrete Pläne und Ziele für dieses Jahr nachdenken.


Wir lesen uns!



































Montag, 25. Dezember 2017

WKSA Finale - das sparsame Weihnachtskleid

Wir haben es geschafft und Weihnachten im neuen Kleid gefeiert!

Zuallererst also ein ganz großes Dankeschön an die Organisatorinnen des gemeinschaftlichen Kleidernähens. Ihr habt Euch für uns Mühe gemacht und Zeit freigeschaufelt: DANKE!

Es war wirklich etwas ganz besonderes im neuen Kleid Heiligabend zu feiern und ohne den "Druck" hätte ich mir die Zeit nie genommen.


So haben meine Tochter und ich uns am 23. als die letzten Besorgungen erledigt waren in den Keller zurückgezogen und genäht. Bis abends um halb neun. Dann zweierlei Rotkohl aufgesetzt und danach  bis halb elf Knöpfe und Belege angenäht.


Trotz knapper Stoffmenge ist es mir gelungen, das Muster überall aufeinander treffen zu lassen.


Auch der Reißverschluss ist gut versteckt - obwohl nur noch ein blauer im Haus war - und natürlich kein nahtverdeckter.


Ich finde den Stoff - und das Kleid - immernoch sehr weihnachtlich, werde es aber mit Schal und Stiefeln auch im Alltag tragen. Der Gatte findet das Kleid schottisch und hat es daher "das sparsame Kleid" getauft...

Meine Tochter hat sich ein Kleid nach dem wundervollen Buch "Kleider nähen" von Tanya Whelan genäht. Eine 38 zugeschnitten und dann an der Taille noch etwas Weite reduziert. Sie ist schwer begeistert von der sehr ausführlichen und gut verständlichen Anleitung und den Variationsmöglichkeiten, die das Buch bietet. Da wird es sicher noch mehr Kleider geben. Und auch bei ihr: Muster passt :-)


Mein Schnitt aus der Fashion Style hat auch erstaunlich gut gepasst, vor allem da mir erst ziemlich spät aufgefallen ist, dass die Schulternaht tatsächlich richtig geknöpft werden sollte....

Die Ärmel habe ich zum Schluß unten noch enger gemacht, in dem ich eine Falte gelegt und mit zwei Knöpfen fixiert haben.

So sind wir beide sehr zufrieden und schicken glückliche Grüße an alle Mitnäherinnen!







Mittwoch, 13. Dezember 2017

MMM #17 - Herbstpulli vollendet...

Motiviert vom gemeinsamen Herbstjackenstricken bei Monika habe ich direkt im Anschluss an die erste Strickjacke (die ich leider verschenken musste, siehe hier) einen Pullover angeschlagen.

Gestrickt nach der Anleitung Berlin von Ankestrick ist jetzt gerade noch rechtzeitig bevor das Linktool beim HJKA schließt, ein Herbstpulli fertig geworden.


Gestrickt aus Celine von Lang Yarns sieht er schön kuschelig aus und ist dennoch weniger warm als ich gedacht hätte.

Auf der Terasse im Schnee definitiv zu fröstelig...


Im Grunde ist der Pulli so genau richtig, um fast das ganze Jahr getragen zu werden.


Die Anleitung gefällt mir sehr gut, leider sieht man die besondere Schulterkonstruktion bei diesem Garn gar nicht. Da ich (entgegen der Anleitung) kraus rechts gestrickt habe und die Maschenprobe auch nur bedingt passte, sind mir die Armlöcher etwas zu lang geraten.


Soll aber so, Fledermausärmel sind schließlich der letzte Schrei ;-)


Ich bin geradeso mit 400 gr. Wolle ausgekommen und der Pulli trägt sich sehr angenehm - wenn es denn wieder etwas wärmer wird...


Bei von oben gestrickten Pullovern und Jacken stricke ich die Ärmel übrigens gar nicht rund, nachdem ich das weder mit Nadelspiel noch mit Magic Loop angenehm zu stricken fand. Ich stricke die Ärmel einfach in Reihen, das ist nur ganz am Ansatz etwas wurschtelig. Danach strickt es sich so viel besser, vor allen Dingen muss ich nicht immer den ganzen Pullover mitdrehen.


Für linke und kraus rechte Muster stricke ich einfach die Randmaschen immer rechts ab und nähe an den Knötchen zusammen, dann entsteht eine kaum sichtbare Naht.


Den Ausschnitt habe ich etwas tiefer gemacht, in dem ich die verkürtzten Reihen langsamer "verlängert" habe.

So, jetzt ziehe ich mir etwas wärmeres an und gehe mich bei einer schönen Tasse Tee beim MeMadeMittwoch inspirieren lassen.









Dienstag, 12. Dezember 2017

WKSA - Zwischenstand

Alles ist wie jedes Jahr im Advent: eine Weihnachtsfeier jagt die nächste, eine dicke Erkältung wandert durch die Familie und macht gerade bei mir Station....

Zum Glück gibt es das gemeinsame Weihnachtskleidnähen, das mich trotz allem motiviert mir Zeit für mein Kleid zu nehmen.


Viel habe ich nicht geschafft, aber der Schnitt ist abgepaust und schonmal zur Probe auf den Karostoff gelegt: passt!

Dann habe ich das Futter zugeschnitten und sozusagen als Probekleid genäht. Meine Tochter hat netterweise abgesteckt und ich habe die Änderungen bereits auf den Schnitt übertragen.

Jetzt werde ich das Futterkleid wieder zusammensetzen, nochmal anprobieren und dann den Oberstoff zuschneiden.


Nächstes Wochenende steht nur der Tannenbaumkauf auf dem Programm, da sollte das Kleid ein gutes Stück weiter gedeihen.

Und meine Tochter hat Ihren Besuch angekündigt mit der Absicht, für sich auch ein Kleid zu nähen - bei soviel Motiviationshilfe bin ich sicher, im neuen Kleid neben dem Tannenbaum zu stehen.

Wie es den anderen ergeht, könnt Ihr hier nachlesen, ich gehe jetzt erstmal meinen Brummschädel kurieren und komme hoffentlich im Laufe der Woche dazu, mir die tollen Kleider anzuschauen.

Dienstag, 28. November 2017

WKSA - endlich auch dabei

Schon das zweite Treffen vom gemeinsamen Weihnachtskleidernähen beim MeMadeMittwoch findet seit Sonntag statt.

Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff lautet das Motto. Das erste Treffen habe ich bereits ausgelassen und mich den zahlreichen Anforderungen des Lebens 1.0 gewidmet.

Das Weihnachtskleid geisterte mir trotzdem die ganze Zeit im Kopf herum.

Ursprünlich hatte ich geplant dieses Kleid aus der Burda 09/2017 zu nähen.


Der gestreifte Stoff rechts wäre dafür  ideal und als ich beim letzten Nähkränzchen mit Frau Sonnenburg und Frau Das-hab-ich-selbstgemacht feststellte, dass diese beiden das Kleid auch nähen wollen (dazu gehören die anderen beiden Stoffe - und der Sekt war sehr lecker ;-)), war ich restlos entzückt. Zumal ich mir dachte, dass ich damit auch für die Konfirmation des jüngsten Kindes, die nächstes Jahr ins Haus steht, ein passendes Kleid hätte.


Tja ja, wäre wäre Fahrradkette... um es mal mit Lothar Matthäus zu sagen.

Denn da ist dieser Stoff.

Und der ruft die ganze Zeit "Ich bin ein Weihnachtsstoff, ich bin ein Weihnachtsstoff!"

Recht hat er. Für das Burda-Kleid ist er mir zu weich. Kariert ist er auch. Also habe ich Schnittmuster gewälzt auf der Suche nach möglichst wenig Teilungsnähten.

Dieses soll es jetzt werden, ein Downloadschnitt aus der Fashion Style 07/2017.

Jetzt muss nur noch der Stoff reichen, denn ich habe natürlich weniger als im Schnittmuster angegeben.

Es bleibt also spannend - und das Burdakleid nähe ich auf jeden Fall zu Konfirmation!

Hier könnt Ihr Euch von den Plänen der anderen begeistern lassen. 
Am 10.12. geht es dann weiter mit einem hoffentlich vorzeigbaren Zwischenstand.

Montag, 27. November 2017

Fertig! Fertig?



So lautet das Thema beim HJKA Finale.


Und genauso ist es auch. Diary von Ankestrick ist fertig. Eine tolle Anleitung, das Stricken hat richtig Spaß gemacht.

Sehr hilfreich fand ich auch die Gruppe, die es bei ravelry gibt. Dort fanden sich Antworten auf alle Fragen, die zwischendurch aufgetaucht sind.


Weil mir die Maschenprobe auf links besser gefiel, habe ich die Jacke mit der linken Seite nach außen gestrickt. Die Schulterkonstruktion ist deshalb nicht ganz so gut zu sehen.


Ganz wundervoll finde ich immer noch den Schalkragen mit  der angestrickten Kante. Alles wird in einem Stück gestrickt, so dass ich tatsächlich am Ende nur 3 Fäden vernähen musste!

Eine fluffig leichte, schön kuschelige Jacke. ABER...

Ich mochte mich mit der Jacke einfach nicht leiden. Auch nach ein paar Tagen sacken lassen und nochmal anprobieren gefiel mir die Jacke an mir überhaupt nicht. Es liegt wohl an der Farbe, zu pudrig oder so.

Nun ja, jetzt freut sich meine Mutter sehr über dieses unverhoffte Geschenk und trägt es mit Begeisterung.

Danach brauchte ich etwas Stimmungsaufhellendes, also Orange. Das funktioniert bei mir immer ;-)

In den unendlichen Weiten meiner Wollkisten lagerte noch diese ebenfalls schön kuschelige Celine von Lang Yarns. Mit Stärke 4,5 zu stricken, so dass ich hoffentlich auch bald einen HerbstWinterpulli mein eigen nennen kann.


Das Foto ist schon ein paar Tage alt, inzwischen ist der erste Ärmel fertig und es sieht so aus, als würde die Wolle gerade eben so reichen.


Das Muster habe ich mir selbst ausgedacht und es sah in kraus rechts einfach am besten aus - daher die Wollknappheit... Grundlage ist Berlin eine weitere Anleitung von Ankestrick - auch sehr empfehlenswert.

Da Monika das Linktool bis zum 17.12. geöffnet lässt, hoffe ich bis dahin den fertigen Pulli präsentieren zu können.

Hier könnt Ihr schauen, wie es den anderen ergangen ist.