Dienstag, 28. November 2017

WKSA - endlich auch dabei

Schon das zweite Treffen vom gemeinsamen Weihnachtskleidernähen beim MeMadeMittwoch findet seit Sonntag statt.

Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff lautet das Motto. Das erste Treffen habe ich bereits ausgelassen und mich den zahlreichen Anforderungen des Lebens 1.0 gewidmet.

Das Weihnachtskleid geisterte mir trotzdem die ganze Zeit im Kopf herum.

Ursprünlich hatte ich geplant dieses Kleid aus der Burda 09/2017 zu nähen.


Der gestreifte Stoff rechts wäre dafür  ideal und als ich beim letzten Nähkränzchen mit Frau Sonnenburg und Frau Das-hab-ich-selbstgemacht feststellte, dass diese beiden das Kleid auch nähen wollen (dazu gehören die anderen beiden Stoffe - und der Sekt war sehr lecker ;-)), war ich restlos entzückt. Zumal ich mir dachte, dass ich damit auch für die Konfirmation des jüngsten Kindes, die nächstes Jahr ins Haus steht, ein passendes Kleid hätte.


Tja ja, wäre wäre Fahrradkette... um es mal mit Lothar Matthäus zu sagen.

Denn da ist dieser Stoff.

Und der ruft die ganze Zeit "Ich bin ein Weihnachtsstoff, ich bin ein Weihnachtsstoff!"

Recht hat er. Für das Burda-Kleid ist er mir zu weich. Kariert ist er auch. Also habe ich Schnittmuster gewälzt auf der Suche nach möglichst wenig Teilungsnähten.

Dieses soll es jetzt werden, ein Downloadschnitt aus der Fashion Style 07/2017.

Jetzt muss nur noch der Stoff reichen, denn ich habe natürlich weniger als im Schnittmuster angegeben.

Es bleibt also spannend - und das Burdakleid nähe ich auf jeden Fall zu Konfirmation!

Hier könnt Ihr Euch von den Plänen der anderen begeistern lassen. 
Am 10.12. geht es dann weiter mit einem hoffentlich vorzeigbaren Zwischenstand.

Montag, 27. November 2017

Fertig! Fertig?



So lautet das Thema beim HJKA Finale.


Und genauso ist es auch. Diary von Ankestrick ist fertig. Eine tolle Anleitung, das Stricken hat richtig Spaß gemacht.

Sehr hilfreich fand ich auch die Gruppe, die es bei ravelry gibt. Dort fanden sich Antworten auf alle Fragen, die zwischendurch aufgetaucht sind.


Weil mir die Maschenprobe auf links besser gefiel, habe ich die Jacke mit der linken Seite nach außen gestrickt. Die Schulterkonstruktion ist deshalb nicht ganz so gut zu sehen.


Ganz wundervoll finde ich immer noch den Schalkragen mit  der angestrickten Kante. Alles wird in einem Stück gestrickt, so dass ich tatsächlich am Ende nur 3 Fäden vernähen musste!

Eine fluffig leichte, schön kuschelige Jacke. ABER...

Ich mochte mich mit der Jacke einfach nicht leiden. Auch nach ein paar Tagen sacken lassen und nochmal anprobieren gefiel mir die Jacke an mir überhaupt nicht. Es liegt wohl an der Farbe, zu pudrig oder so.

Nun ja, jetzt freut sich meine Mutter sehr über dieses unverhoffte Geschenk und trägt es mit Begeisterung.

Danach brauchte ich etwas Stimmungsaufhellendes, also Orange. Das funktioniert bei mir immer ;-)

In den unendlichen Weiten meiner Wollkisten lagerte noch diese ebenfalls schön kuschelige Celine von Lang Yarns. Mit Stärke 4,5 zu stricken, so dass ich hoffentlich auch bald einen HerbstWinterpulli mein eigen nennen kann.


Das Foto ist schon ein paar Tage alt, inzwischen ist der erste Ärmel fertig und es sieht so aus, als würde die Wolle gerade eben so reichen.


Das Muster habe ich mir selbst ausgedacht und es sah in kraus rechts einfach am besten aus - daher die Wollknappheit... Grundlage ist Berlin eine weitere Anleitung von Ankestrick - auch sehr empfehlenswert.

Da Monika das Linktool bis zum 17.12. geöffnet lässt, hoffe ich bis dahin den fertigen Pulli präsentieren zu können.

Hier könnt Ihr schauen, wie es den anderen ergangen ist.

Montag, 20. November 2017

Keine Zeit für nix

Keine Zeit für nix - so fühlt sich mein Leben momentan an....

Einen kurzen Zustandsbericht zur Stoffdiät bei Frau Küstensocke möchte ich trotzdem schicken: Schließlich war die Stoffdiät der Grund, diesen Blog zu beginnen und ich bin immer noch sehr sehr froh, daran teilzunehmen.

Kurz die nackten Zahlen: In den letzten zwei Monaten habe ich einen Rock und einen Strickmantel genäht. Nun ja. Macht einen Stoffverbrauch von 1,60 m für Rockstoff und Futter und 2,00 m Strickstoff.


Außerdem habe ich noch ein Pluschfutter für eine Strickjacke genäht, wofür ich aus dem offiziellen Bestand 0,30 m verbraucht habe. Dann noch 2,10 m Wollstoff dessen Farbe mir einfach nicht stehen wollte an eine Freundin verschenkt.


Desweiteren habe ich noch einen Hoodie und ein ärmeloses Kleid zugeschnitten. Da der Stoff ja nicht mehr im Schrank liegt (ähöm) sind das nochmal minus 3,30 m.


Macht ein Gesamtminus von 9,30 m. Und: ich habe NICHTS an Stoff gekauft oder sonstwie bekommen!

Damit liegt mein Gesamtverlust jetzt bei 56,10 m. Da steigt die Stimmung doch beträchtlich.

Beim letzten Nähkränzchen habe ich einen Mantel begonnen - dafür musste ich natürlich auch wieder in den Stoffladen, der Oberstoff ist aber aus dem Bestand.

Dann möchte ich unbedingt ein Weihnachtskleid nähen - natürlich auch aus dem Bestand.

Ob die Zeit für mehr reicht, wird sich zeigen, für mich ist die Stoffdiät so oder so schon ein voller Erfolg.

Haltet durch, wir lesen uns nächstes Jahr!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Strickjacke im Herbst - MMM #16


Wunderschönes Wetter am Sonntag: Die perfekte Gelegenheit mit dem besten Mann von allen zum Fotografieren nach draußen zu gehen.

Beim letzten Hamburger Nähtreffen habe ich Strickjacken genäht - es wird schließlich kühler.

Ottobre Herbst/Winter 2015
Diese Sattelärmel aus der Ottobre erfreuen sich ja großer Beliebtheit und auch ich habe mir schon das T-Shirt Solid & Striped genäht.

Da mir die Schultern beim T-Shirt etwas zu kurz waren, habe ich den Jackenschnitt gleich entsprechend geändert.

Wie Ihr seht, hätte ich das lassen können, jetzt habe ich zuviel Weite im Schulterbereich. Vielleicht hätte ich doch nachmessen sollen?
Macht aber nichts, das bleibt jetzt so.

Als die Jacke fertig war stellte ich fest, dass mir schmale "Unterteile dazu fehlen.

Also habe ich einen uralten schwarz Cordstoff ausgegraben und nach dem angepassten Schnitt aus der Burda 02-2014 einen Rock genäht.


Diesmal mit falscher Knopfleiste, sonst wäre mir das doch alles zu schwarz geworden.


 Und ich habe sogar rechtzeitg an Gürtelschlaufen gedacht!


Der Rock eignet sich auch ideal als Staublappen, getragen fällt das zum Glück nicht so auf...

Im  Schnitt sind Taschen vorgesehen, die sich furchtbar kompliziert anhören. Die habe ich weggelassen.

Die Ansatznaht des Schalkragens bietet sich an, aufgesetzte Taschen dort mitzufassen. Schön, dass mir das erst eingefallen ist, als die Jacke fertig war ;-)
Eine Tasche hat sie jetzt immerhin schon.
Hier kann man auch die sehr farbenfrohe Innenseite etwas blitzen sehen.

So, genug fotografiert, jetzt geht es zum Käffchen nach Hause...


Unterwegs noch ein kurzes Sonnenbad


Und die Aussicht genießen!


Heute abend geht es dann zum MeMadeMittwoch, dort besteht wieder Aussicht auf viel selbsgenähte Kleidung - Inspiration pur!





Samstag, 14. Oktober 2017

Oh ja, gemeinsam stricken!

Gerade erst habe ich den  Herbstjacken-knit-along bei mo.ni.kate entdeckt, wo heute Pläne und Anleitungen vorgestellt werden.

Da ich mich schon für ein Projekt entschieden habe und auch die Wolle schon vorhanden ist, schummle ich mich noch schnell mit in die Reihe der Strickerinnen.

Gemeinsam stricken finde ich sehr motivierend und Ideen für Strickprojekte habe ich immer jede Menge. Wolle übrigens auch ;-)

Zu anfang also ein kurzer Überblick über die Projekte, die mir zurzeit vorschweben:

Da wäre diese wunderbare Merino-Wolle, die ich in Amsterdam kaufte zusammen mit der Wolle für dieses Tuch.

Ein traumhaftes Rot-Orange aus dem ich eine Jacke nach einem der vielen unglaublich tollen Muster in diesem Buch stricken will.

Da ich aber gerade erst diese Jacke fertig gestellt habe (und die Ärmel sind zu lang geworden, kann man das glauben)
sowie ein weiteres "mindless-knitting-für-unterwegs" Projekt in Stärke 3 in Arbeit habe,

Snurretop von Geilsk

ist mein Bedarf an Stricken mit dünnen Nadeln erstmal gedeckt.

Immer wieder streicheln tue ich auch diese Wolle, ein Andenken an ein Oslo-Wochenende.
 
Modell velvet von knitty.com













 Feinstes Alpakagarn aus dem Kaufhaus!
Aber auch zu dünn für mein aktuelles Strickbedürfnis.



 Auf der Such nach Material für Nadelstärke 4 aufwärts bin ich dann auf diese Wollkombination gestossen.


Beides gekauft in der Hamburger Wollfabrik, ein Mohairgarn und eine Baumwolle-Kaschmir Mischung. Eine Maschenprobe ergab, dass sich beide Garne wunderbar kombinieren lassen.

Eine passende Jacke war auch schnell gefunden:


Eine von oben gestrickte Jacke ohne Raglanärmel - so etwas suche ich schon lange und die Maschenprobe passt, ich muss nichts umrechnen.
Angefangen habe ich auch schon und muss sagen dass mir die Anleitung bisher richtig gut gefällt.


Besonders schön ist die Kante, die an ein I-Cord erinnert und gleich mitgestrickt wird.

Und falls die Jacke schnell genug fertig wird, hätte ich da noch ein weiteres Projekt:


Von dieser Wolle ist nicht sooo viel da und ich würde gern ein kurzärmeliges Jäckchen mit allover Einstrickmuster daraus machen.
Hierhier und hier finden sich schöne Muster, mal gucken ob es eins davon oder ganz etwas anderes wird.


Mal gucken ist überhaupt ein gutes Stichwort: Hier kann man bei den anderen Strickerinnen und ihren Plänen mal gucken.

So sieht der weitere Zeitplan aus:
  • 15.10.17 + 22.10.17  - Dafür habe ich mich wirklich entschieden. Das will ich unbedingt stricken. Vorstellung von Anleitung und Wolle. (Der 2. Termin da evtl. die Entscheidung doch schwerer gefallen ist. Die Wolle noch nicht im Strickkorb liegt.)             
  • 12.11.17  -    Das habe ich schon geschafft. 
  • 26.11.17  -   Fertig. Und ich bin glücklich mit meiner Jacke.
  • Nicht fertig geworden?  -  Dann denken wir über einen neuen Final Termin nach. 

Ich bin dann mal stricken und schicke einen herzlichen Dank an Monika für die Organisation des HJKA.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Die Wolldecke für unterwegs - MMM #15

Zum letzten Hamburger Nähtreffen hatte ich mir vorgenommen, meinen Strickjackenbestand angesichts der sinkenden Temperaturen aufzustocken.

Zwei Schnitte habe ich kopiert, beim dritten, einem Strickmantel schien mir das Armloch viiieeel zu tief. Was tun? Abends spät vorm Nähtreffen? Natürlich, die Mitnäherinnen fragen!

Ein kurzer e-mail Hilferuf reichte und ich konnte am nächsten Tag den Basic Strickmantel von Ki-Ba-Doo anprobieren, für gut befinden und zuhause direkt zuschneiden. Danke Dana!

Entstanden ist ein schon jetzt heißgeliebtes Teil.

Warm und kuschelig sieht er trotzdem gut angezogen aus - Herz was willst du mehr!


Ich habe die linke Seite nach außen genommen, die Optik gefiel mir irgendwie besser. Ach, hatte ich schon erwähnt, dass ich ein "zu-kurze-Ärmel" Trauma aus Kaufkleidungszeiten habe?


Genäht ist der Strickmantel schnell und dank der Anprobe habe ich direkt Größe 42 zugeschnitten. Der Mantel ist also sehr groß konzipiert, denn normalerweise würde ich 44/46 tragen und ich finde so sitzt er perfekt.

Ganz ohne Verschluß war die einzige Herausforderung beim Nähen die Blende. Sie wird als ein grader Streifen zugeschnitten, was im Bereich der Ausschnittspitze zu erheblichen Wellen am Rand der Blende führt.

Nicht geholfen hat dabei sicherlich, dass ich die Blende an der Webkante zugeschnitten hatte, diese wellt sich nämlich noch zusätzlich.

Ich habe dann einen Faden eingezogen, um die Weite einzuhalten und den Beleg liebevoll per Hand angenäht. Mit viel Dämpfen sind alle Beulen verschwunden, für nächstes Mal würde ich den Beleg trotzdem vom Vorderteil kopieren.

Da der dicke Strickstoff meine eher mittelbegabten Handnähte andstandslos versteckt, habe ich die Säume auch gemütlich auf dem Sofa mit der Hand angenäht.

Perfekt ergänzt wird der Mantel durch Smooth Move von Stephen West , dass ich aus einer Merino-Brennessel-Mischung gestrickt habe, die ich in Amsterdam bei Stepehen & Penelope kaufen konnte. Also eigentlich sogar zwei Wolldecken für unterwegs!


Und weil sie so schön sind, hier noch zwei Detailaufnahmen der Tuchzipfel:






















So eingekleidet lässt sich die Herbstsonne fröstelfrei genießen.


Wie die anderen Näherinnen dem Herbst entgegen treten, könnt ihr beim MeMadeMittwoch sehen.











Mittwoch, 20. September 2017

Vom Stoffrest zur Jacke - MMM #14


Vor ein paar Jahren, als ich noch in Stoffgeschäften stöbern ging (also vor Beginn der Stoffdiät) fiel mir im Restekorb ein kleines Stückchen schrill gemusterten Polystoffs in die Hände. So schräg, dass er schon wieder schön war, musste dieser Stoff natürlich mit ;-)


Und dann lag er da. Und lag und lag.... Bis er bei einer Aufräumaktion neben einem mindestens ebenso alten Jeansstoff in undefinierbaren grün-petrol landete und beide Stoffe unbedingt zusammengehören wollten.

Mit einem pinken Futterstoff zusammen, nach Schnitt 140 aus der Burda 12/2012 entstand diese Jacke. Weil ich wirklich seeeehr wenig bunten Stoff hatte, habe ich eine dreiteilige Kapuze selbst gebastelt. Das hat den Vorteil, dass man die Kapuze tatsächlich auch benutzen kann.


Die Ärmelriegel musste ich schon stückeln und das letzte Fitzelchen hat dann an der Innentasche Platz gefunden.


Eine schöne Übergangsjacke, die sich bei diesen Temperaturen bestens trägt.



Durch die für mich doch eher ungewöhnliche Farbe passt sie leider nicht zu soooo vielen Röcken, aber wozu können wir denn nähen? Ich habe schon Abhilfe geschaffen, dazu ein anderes Mal mehr.

Jetzt wünsche ich Euch allen viel Spaß beim Reigen der sich-selbst-Benähenden, dem MeMadeMittwoch, wo es heute vorneweg eine wundervolle Einschulungs-Hose zu bewundern gibt.