Dienstag, 3. April 2018

Die Jacke ist fertig - wo bleibt der Frühling?

Und schon ist es soweit: Ostern ist da und damit auch das Finale des gemeinsamen Frühlingsjackenstrickens.

Auch hier spielt das Wetter so gar nicht mit, die Jacke ist trotzdem fertig.

Beim vorletzten Zwischenstand war ich ja schon recht weit und so konnte ich die Jacke entspannt fertig stricken.

Da sich die Ränder fürchterlich aufgerollt haben, habe ich zum Spannen sehr viele Nadeln verwendet.

Erst die eine Seite...

dann die andere.

  Auch an den Ärmeln und der Armkugel habe ich das Muster liebevoll plattgedrückt.


Zum Glück hat all das super funktioniert, so dass ich jetzt sehr glücklich mit meiner Jacke bin. Sie ist sehr angenehm zu tragen und gar nicht so warm, wie ich erwartet hatte.


Bei den aktuellen Temperaturen ergänzt sie mein Weihnachtskleid ganz hervorragend.


Wenn es wärmer wird, ist sie genau richtig über luftigen Sommerkleidern.


Bis dahin habe ich kombiniert mit Stiefeln und meinem Vertices Unite (und Winterjacke) das Jäckchen beim Osterspaziergang ausgeführt.


Von der gelben Wolle sind jetzt immer noch ca. 500 gr über. Da ich vorher schon einen Mantel aus dieser Wolle gestrickt habe, ist mein Bedarf an gelb gedeckt.






















Wenn also noch jemand Lust auf ein sonnengelbes Strickstück hat: Ich hätte Wolle abzugeben :-)
 
Und die schwarze Jacke? Die wartet auf wärmeres Wetter.


Ein neues Projekt habe ich natürlich schon auf den Nadeln - kuschelig warm ist es ;-)

Wer noch auf der Suche nach tollen Inspirationen ist, kann hier schwelgen!

Vielen Dank für die Organisation, es hat wieder viel Freude gemacht, gemeinsam zu stricken!

Freitag, 16. März 2018

Stoffdiät - der Plan reift

Schon sind wieder zwei Monate vergangen und Frau Küstensocke ruft zum Update der Stoffdiät.

Lange wußte ich nicht so richtig, wie es für mich mit der Stoffdiät weiter gehen soll. Klar war nur, dass es weiter gehen muss. 

Meine Bilanz bis jetzt ist sehr positiv: Vernäht habe ich seit dem letzten Treffen 11,55 m. Dazugekommen sind nur 1,30 m Jersey, die ich gegen 1m aus meinem Bestand getauscht und auch sofort zu einem T-Shirt verarbeitet habe. Macht insgesamt ein Minus von 11,25m.


Genäht habe ich zwei T-Shirts nach meinem Grundschnitt (eins aus Tauschstoff), ein Kleid aus im Januar gekauften Lillestoff-Jersey, ein Burda-Kleid für die Konfirmation, die hier im Mai ansteht und eine Plüschjacke Amber aus der LMV.


Die letzten beiden Teile sind beim sososo wunderbaren Sewing-by-the-Sea-Wochenende in Scharbeutz entstanden.


Und die Plüschjacke ist ein Beispiel, wie ich versuche, die letzten "Gruselstoffe" in meinem Bestand zu nutzen: als Futter. Diesen Baumwollstoff finde ich immer noch schön, die Farbe lässt mich aber sehr krank aussehen.

Ansonsten habe ich alle meine Gruselstoffe getauscht, verkauft oder gespendet. Das heißt allerdings auch, dass ich die mehr als 200 m in meinem Bestand alle gern verähen würde. Damit das gelingt, habe ich jetzt folgenden Plan:






















Ich sammle alle Näh-Pläne auf einer Pinnwand.
Gleichzeitig verwalte ich diese Pläne in einer Excel-Tabelle - die ist aber noch nicht ganz fertig.
Dadurch erhoffe ich mir einerseits mehr Überblick und andererseits mehr Motivation, Bestandsstoff zu vernähen. Ich suche mir einfach immer etwas von der Pinnwand aus.


Was in Arbeit ist, hängt in der Mitte, fertige Projekte wandern nach links.

Und damit ist der Vorsatz für den Rest des Jahres auch klar: Es wird aus dem Bestand genäht!
Ausnahmen gibt es nur für Urlaubsmitbringsel. Tauschtischstoffe (hach, was waren da für tolle Stoffe in Scharbeutz zu ertauschen...) gibt es nur, wenn mindestens in gleicher Menge aussortiert wird.

Vielen Dank nochmal an Antje, die mich mit dieser Aktion "zwingt", mich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen!

Hier könnt Ihr lesen, wie erfolgreich die anderen sind und welche Gruselstoffe dort noch schlummern.

Samstag, 10. März 2018

FJKA - Zwischenstand

Ohje, jetzt habe ich den Termin zum ersten Zwischenstand fast verpasst!
Einen Zwischenstand habe ich - allerding ganz anders als gedacht.

Wie schon beim letzten Mal berichtet, wollte ich Drops Lace zur Ergänzung für das gelbe Garn bestellen. Habe ich auch. Und wie immer kam die Wolle ganz schnell.


Damit hatte das schwarze Jäckchen erstmal verloren...

Die Farbe, die durch die Mischung mit dem naturfarbenen Lacegarn entsteht, erinnert mich an Mangosorbet. Und gemeinsam verstrickt fühlt sich das auch richtig gut an.


Alles was ich eigentlich wollte also: Warm und kuschelig in einer frühlingsfrischen Farbe.

Und wo ich schon alle Pläne über den Haufen geworfen habe, stricke ich auch gleich ein ganz anderes Muster: die Jacke Bergulme aus The Knitter 33/2018. Bei mir wird es  eher eine Goldulme ;-)






















Von der Anleitung habe ich (wie fast immer) nur das Muster und diesmal auch die Musteraufteilung übernommen. Ich stricke in einem Stück von unten bis zum Armloch.


Die Ärmel stricke ich dann ebenfalls von unten bis zum Armloch, einer ist schon fertig.

Da ich rund stricken bei wenig Maschen eher mühsam finde, nähe ich die Ärmel lieber zusammen.


Wenn der zweite Ärmel fertig ist, beginnt die große Rechnerei. Nach dieser Anleitung berechne ich Armkugel und Armloch und stricke dann alles auf einmal.

Die gelbe Jacke sollte also bis Ostern auf jeden Fall fertig werden und dann werde ich wohl in schwarz weiter stricken.

Hier seht Ihr wie es bei den anderen läuft - sooo viele schöne Jacken!

Montag, 26. Februar 2018

UFO - Wochenende

Vorletztes Wochenende war ich bei einem sehr netten Nähtreffen in Hamburg. Freitag- und Samstagnachmittag und den ganzen Sonntag Zeit zum Nähen in netter Gesellschaft, wunderbar.

Ich hatte mir ja im Rahmen der Stoffdiät vorgenommen, erstmal die vielen halbfertigen Projekte zu beenden und so habe ich einen großen Stapel davon mitgenommen.

Zu allererst habe ich die Knöpfe an meinem neuen Mantel abgetrennt und neu angenäht, die waren nämlich schief (merke: vor dem Knöpfe annähen ruhig das Ganze einmal glatt auslegen und markieren!)


Dann ging es weiter mit einem handgenähten Saum für diese Strickjacke.

Genäht nach dem Schnitt Floaty Front, Modell 17 aus der Ottobre 5/2017, aus einem sehr günstigen Stoff aus dem Fundus, um mal auszuprobieren ob ich diese Art Jacke an mir leiden mag.


Mag ich, wobei das Streifenmuster sie sehr kombinationsunfreudig macht. Das nächste Exemplar wird dann etwas kürzer und schlichter.


Kleine Restarbeiten und auch diese Sweatjacke war fertig. 


Der Schnitt ist Sporty Look, Modell 10 aus der Ottobre 5/2017.


Die Jacke passt gut und eignet sich ideal zur Resteverwertung. Die Anleitung für die Reißverschlusstaschen habe ich allerdings bis heute nicht verstanden ...



Weiter gings mit diesem Kleid aus einer Nähtrends, die ich wohl mal in der Bücherei mitgenommen habe. Den Stoff hat Frau Sonnenburg mir zugedacht und ich finde das Ergebnis sehr gelungen. Für Tragebilder war es mir aber zu frisch.

Wie so gerne bei Nähtreffen gab es auch diesmal einen Tauschtisch. Zum Glück (dachte ich anfangs...) wird in der Runde überwiegend Kinderkleidung genäht - also keine Gefahr für die Stoffdiät. Denkste!














Da war dann dieser Kirschenstoff. Mit Glitzer! Hachz... Meine große Tochter hatte die rettende Idee, den Stoff gleich vor Ort zu vernähen. Und so habe ich - wenn schon, denn schon - Sonntag zwei T-Shirts genäht, eins aus Bestandsstoff und eins aus dem ertauschten Kirschenstoff.


Die Wochenendbilanz ist sehr erfreulich:  0,7 m Stoff abgebaut, Ufo-Kisten geleert und schöne neue Stücke im Kleiderschrank!

Montag, 19. Februar 2018

FJKA 2018 - Entscheidung(en)

Schwarz oder gelb? Diese Frage hat mich in der letzten Woche umgetrieben.
(Mach doch beides, dann kannst Du für den BVB laufen - das war der wenig hilfreiche Kommentar des fußballaffinen Gatten...)

Viele, viele Muster habe ich aus dem gelben Garn gestrickt, aber die Haptik hat mich nicht begeistert. Einfädig verstrickt fasst sich diese Wolle einfach nicht gut an.

Also habe ich das schöne Gelb erstmal beiseite gelegt und mich dem frühlingsfrischen schwarz gewidmet.

In einem meiner Uralt-Hefte bin ich auf ein Muster gestossen, dass sogar in schwarz gut aussieht und auch in der unruhigen Wolle nicht untergeht.






















Eine Blätterbordüre soll es also werden - wenigstens etwas frühlingshaftes.

Quelle: The Knitter 17/2014

Die abgerundete Form von der Jacke Cereza möchte ich beibehalten, die Jacke selber dabei glatt rechts stricken und dann eine breite Blätterbordüre umlaufend ansetzen.


Zeichnen ist jetzt nicht sooo meins, aber vielleicht könnt Ihr erkennen, wie es funktionieren soll.

Angefangen habe ich auch schon, die Maschenprobe ergab Stärke 2,5. Uff. Mühsames stricken das alles. Allein der Gedanke an die fertige Jacke lässt mich durchhalten.


So sieht es bis jetzt aus... Ich bin guten Mutes und die gemeinsamen Termine werden mich (hoffentlich) zum Durchhalten motivieren.

Ach ja, das Gelb! Ich habe mal probehalber mit einem Faden Drops Alpaca Lace ergänzt und siehe da: ein wunderbar kuscheliges Strickstück entsteht! Jetzt muss ich nur noch eine passende Farbe ordern und dann kann ich ab und an zur Erholung ein wenig gelb stricken.


Hier seht Ihr, wie die anderen sich entschieden haben - und der Pullover von Malou ist auf meiner Will-ich-unbedingt-stricken-Liste ganz weit oben eingestiegen.

Wir sehen uns zum Zwischenstand am 04.03.!

Montag, 12. Februar 2018

FJKA 2018 - Die Wetter-Zwickmühle

Und schon ist es wieder so weit: Auf dem MeMadeMittwoch Blog rufen Sylvia und Malou auf zum gemeinsamen Jackenstricken.

"Wie in jedem Jahr wollen wir dem trüben Februarhimmel mit frischen Frühlingsfarben und fröhlichen Frühlingsmustern eine lange Nase drehen" 

heißt es in der Ankündigung. Genau da beginnt meine Zwickmühle: Ich mag den Winter. Ich finde es wundervoll, dass es schneit.  Und: ich stricke (und nähe) lieber passend zum aktuellen Wetter. Hmmm.



Zeitlich passt dieser KnitAlong perfekt, ich habe nämlich gerade ein Projekt (fast) beendet.


Aus Bestandswolle - die Wolldiät lässt grüßen! Daraus ergibt sich auch wie ich mich inspirieren lasse: Ich gucke, welche Wolle aus dem umfänglichen Bestand ich gern verstricken möchte und suche dann nach Muster oder Anleitung.


Und genau da könnte die Lösung meines Dilemmas liegen: Im Rahmen der Wolldiät meinte Frau Sonnenburg, dass die gelbe Wolle doch perfekt als Frühlingsjäckchen geeignet wäre. Ist sie aber gar nicht, denn es handelt sich tatsächlich um ein recht warmes Wollgemisch.

Einen dicken Mantel habe ich bereits daraus gestrickt - allerdings mit 3 Fäden.


Wenn ich jetzt nur einfädig stricke, könnte das doch funktionieren?

Also habe ich mich auf die Suche nach Anleitungen gemacht und diese beiden in die engere Wahl gezogen:

Quelle: The Knitter 28/2016

 Den Pulli - den ich als Jacke stricken würde - finde ich von vorn nicht sooo berauschend...


... aber die Rückansicht begeistert mich umso mehr. Vielleicht mit einem anderen Lochmuster vorn?

Quelle: The Knitter 20/2014

Oder dieses Modell. Leider ist die Wolle suboptimal gewählt - man kann das Muster kaum erkennen.


Also werde ich mal zwei Maschenproben stricken und mich dann entscheiden.


Alternativ hätte ich noch diese wundervolle Garnkombination in frühlingsfrischem schwarzgrau im Vorrat: Ito Shio und Ito Kinu, Wolle und Seide. Das soll ein schlichtes Ganzjahresjäckchen geben, das ich wirklich brauche.

Wenn ich daran denke, einfach nur glatt rechts zu stricken (eine ganze Jacke lang!) gruselt es mich allerdings erheblich.


Ein Modell aus dem letzten FJKA habe ich schonmal angestrickt, aber Muster funktionieren in fröhlichem grau-schwarz-meliert irgendwie gar nicht.

Quelle: The Knitter 17/2014
Diese Form würde mir gefallen, die Zöpfe nicht. Sieht man wahrscheinlich eh nichts von... Vielleicht mit einer umlaufenden Lochmusterblende?

Ich werde testen und berichten.

Und zwischendurch gehe ich hier bei den anderen Strickerinnen gucken, vielleicht finde ich da noch eine viel bessere Idee?